Das Val Prino im westlichen Hinterland von Imperia ist eines der landschaftlich schönsten, fast lieblichen und das bei europäischen Ausländern beliebteste Tal des westlichen Ligurien. Seit den siebziger Jahren haben viele Ausländer, insbesondere im Deutsche und Engländer alte ligurischen Häuser gekauft und diese von Grund auf saniert. In deren Folge kommen zahlreiche Gäste, um hier Urlaub im Ferienhaus zu machen.
Nächster Ort im Landesinneren ist Piani. Westlich davon - über dem Meer - ist Poggi gelegen. Landeinwärts folgt am Westhang gelegen Torrazza, eines der typischen ligurischen Borgi und als solches sehr gut erhalten. Oberhalb von Torrazza einen runden Verteidigungsturm zur Überwachung des Tals. Auch hier ging es insbesondere wieder um die Verteidigung gegen die Sarazenenüberfälle.
Unterhalb von Torrazza können Sie die romanische Kirche San Giorgio besuchen, 1001 n. Chr erstmals geweiht. Sie ist ein bemerkenswerter Bau und steht auf einem römischen Tempel. Neben der Kirche ist eine Denkmal des bekanntesten Sohnes des Ortes, Vincenco Bracco, einem Kardinal und früheren Patriarchen von Jerusalem.
Dolcedo, der Hauptort es Val Prino, liegt 6 km im Landesinneren in einem weiten Talkessel. Weithin sichtbar ist die barocke Hauptkirche San Tommaso. Dolcedo ist sicherlich auch Zentrum des Olivenanbaus. Die Öle von hier gelten als die feinsten. Überhaupt ist das Val Prino so weit das Auge reicht terrassiert. Die Terrassen für den Olivenanbau entstanden im 12. Jahrhundert und machten das Land erst fruchtbar und bewirtschaftbar. Es ist die älteste Kulturlandschaft Europas.
Oberhalb von Dolcedo thront auf einem Bergrücken Dolcedo-Ripalta. Dieser Bergrücken teilt das Val Prino in das Haupttal und das Nebental des Rio del Bosco. Es ist eines der bekanntesten mittelalterlichen Borghi Liguriens mit seinen vielen barocken Loggien und Terrassen. Dazwischen liegen kleine Gassen. Auf seiner Ostseite hin zum Val Prino entsteht ein neuer Garten auf alten Terrassen.
Westlich von Dolcedo-Piazza liegen die Orte Costa Canara, Castellazzo und noch weiter hoch über dem Tal Bellissimi, der sich jüngst als Ort des Heißluftballons ausgerufen hat. Denn hier haben die Erfinder des Heißluftballons, die Gebrüder Mongolfier eine Testfahrt unternommen. Warum sie ja ausgerechnet Bellissimi auserkoren haben ist allerdings nicht überliefert. Weiter hinten im Tal des Rio del Bosco ist Lecchiore, ebenfalls ein bei Ausländern beliebter Ort sowie weiter im Tal unterhalb des Monte Faudo der Weiler Aqua Santa mit einer romanischen Kirche.
Oberhalb von Bellissimi auf dem Bergkamm steht die romanische Kapelle Santa Brigida. Sie ist Ausgangspunkt des sog Brückenweges. Hier beginnt auch die ausgewaschene Fahrstraße auf den Monte Faudo. Deshalb ist Santa Brigida ein weithin bekannter Ausgangspunkt für Touren - für Wanderer ebenso wie für Biker.
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